In einem Gepräch mit einem Professor, hat dieser die negativen Folgen des Bologna-Prozesses angesprochen. Laut dem Budnesministerium für Bildung und Forschung soll dieser „bis zum Jahre 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum“ schaffen [Quelle].

So mahnte der Professor jedoch an, dass vor allem bei uns Wirtschafts-Informatikern als Folge daraus eine Punkte-Geilheit entstanden sei, die den didaktischen Aspekt der Hochschul-Lehre eigentlich diskriminiere. Das also eher für die in kurzen Abständen stattfindenden Klausuren gelernt werde und nicht mehr die Stillung des Wissenddurstes im Vordergrund stehe.

In dem Zusammenhang mahnte er auch an, dass das Bonuspunkte-System, dass viele Lehrstühle einsetzten, gegen geltendes Bayrisches Hochschulrecht verstöße. Nach eigenen Recherchen habe ich zwar keinen anhalts-Punkt für solch eine Regelung im Gestzestext finden können (bitte Feedback, falls ich mich irre), jedoch nehmen wir dies als Tatsache mal an.

Täglich erlebe ich einen schulähnlich strukturierten Uni-Alltag. Was meint Ihr dazu? Verkommt die Uni mehr zu Schule aufgrund der Gleichmacherei aus Brüssel? Steht ECTS-Geilheit vor dem eigentlich Studiums-Zweck?

watchTUM-Blog gelauncht

Dezember 14, 2007

Neuigkeiten, Gerüchte und Interessantes rund um die Technische Universität München.