Wann kommt denn nun das Semester-Ticket?
Januar 26, 2008
Handelt es sich bei dem schleppenden Verfahren um die LANGERSEHNTE Einführung eines Semester-Tickets um böswillige Absicht oder ist es wirklich so schwer ein in Deutschland mittlerweile übliches Angebot für Studenten bezüglich der Nutzung öffentlicher (Nah-)Verkehrmittel auf die Beine zu stellen?
Nachdem ich seit Erhalt eines gelben Zettelsauf die überfäälige Ur-Abstimmung warte, wurde ich vor wenigen Tagen sehr enttäuscht, als es nun doch nicht möglich (da undemokratisch) sei, auf diese Weise abzustimmen.
Für mich stellen sich damit zwei zentrale Fragen:
1) Warum benötigen wir überhaupt eine Abstimmung? Ich denke JEDER Student ist bereit für ein gutes Angebot (bspw. ein Oberbayern-weites Bahn-Ticket) bis zu 40€ pro Monat zu zahlen. Das ist weniger als ich jetzt zahle und dadurch hätte ich auch das Gefühl, dass Schwarzfahren nicht mehr billiger ist. Was spricht dagegen, diesen Betrag sogar aus den Studiengebühren zu nehmen, die anscheinend nur für die Bezahlung unfähiger Tutoren ausgegeben werden (oder was auch immer, wird ja nirgendwo transparent veröffentlicht).
2) Wird hier bewusst auf Zeit gespielt? Der neue Abstimmungs-Weg soll nämlich über das myTUM-Portal funktionieren. Dies erlaubt die wirkliche Kontrolle, dass alle abgegebenen Stimmen tatsächlich von derzeitigen TUM-Studenten gemacht werden. Aber hätte man das denn nicht früher schon erkennen müssen? Wie hirnverbrannt kann man eigentlich sein! Das Einrichten wird weider einige (teure) Monate an Zeit verschlingen. Um nun auf meine Anfangs-Überlegung zurückzukommen: Die einzige Partei, welche an einer zeitlichen Verzögerung interessiert ist, dürfte die MVG/der MVV sein und auch der Freistaat Bayern, die Stadt München und andere, die ja an den Einnahmen der öffentlichen Unternehmen beteiligt sind.
Verdammt nochmal, die TU München behauptete eine Elite-Universität Deutschlands zu sein. Die Stadt München pocht auf seinen Status als High-Tech-Zentrum. Und trotzdem sind die Parteien noch nicht zu dem Schluss gekommen, die Studenten möglichst gut zu fördern und gleichzeitig finanziell zu entlasten. Knappe BAföG-Sätze, Studiengebühren und diverse andere Studienkosten sind Gründe, warum einige schlaue Köpfe sich Bildung nicht mehr leisten können.
Ich bin gespannt, wie sich das Thema in den nächsten Monaten, Jahren, Jahrzenten, entwickelt. Bis dahin, gute Fahrt und nicht ärgern, wenn die Bahn zu spät kommt: Das ist wie mit dem Semester-Ticket.
Der gesunde Menschenverstand kann nicht anders als dagegen rebellieren angesichts unfähiger, unwilliger oer gleichgültiger Hochschulbürokratie. Die “Elite-Uni” ist keine Insel der Glückseligen, sondern Teil unseres sonstigen Systems in Bayern auch…
guter beitrag augentee
Ich seh das genauso. Die TU erweist sich in vielerlei Hinsicht als zunehmend antielitär.
Prognose: Das Semeti wird frühestens kommen wenn wir uns zu den Alumni zählen dürfen.